· 

Februartagebuch #20

Und dann hatte ich meinen zweiten Text für das Februartagebuch vergessen. Umso aufschlussreicher war mein gestriger Tag für mich. Wie fast jeden Tag spazierte ich am Nachmittag durch die Stadt, diesmal durch die Südstadt, die für mich zu den mehr geliebten Veedeln Kölns gehören. Und obwohl ich doch fast täglich durch Städte spaziere bzw. flaniere, hatte ich gestern einen besonders erhellenden Moment.

 

Städte, ihre Architektur und Struktur faszinieren mich schon lange. Während meines Bachelorstudium studierte ich zunächst Stadt- und Kulturraumforschung, bevor mich die Gender Studies fesselten. Seitdem begleitete mich das Thema Stadtentwicklung immer wieder privat, das Interesse war nie verflogen. Obwohl ich bereits während des Studiums Arbeiten über Frauen in der Stadt und Angstorte schrieb, hatte ich die Verbindung von Gender Studies und Stadtforschung seitdem nicht mehr bearbeitet. Die letzten Monate hatte ich dann immer mal wieder Bücher zu feministischer Stadtforschung in der Hand, bis ich mir vor wenigen Tagen zwei Bücher kaufte, wovon ich eins gestern zu lesen anfing. Das löste in mir wieder ein neues Feuer aus und veranlasste mich dazu, meinem Studierendenservice zu schreiben, ob ich im Hinblick dessen ein paar Stadtforschungskurse anrechnen lassen könnte. Die erste Reaktion war erfreulich optimistisch.

 

 

Der gestrige und heutige Tag ist teilweise von Home Office durchzogen. Sofern es nicht noch zu regnen anfängt (es ist gerade Mittag), treffen wir uns später mit meinen Paps auf einen Spaziergang inklusive veganer Zimtschnecke von Café Walter. Meine Schwester und ich haben einen Wochenplan geschrieben, in dem all unsere To Dos stehen, die sich in der Regel immer während unserer Trennung ansammeln. Vegane Zimtschnecken bei Café Walter essen, die neuen veganen Donuts aus der Südstadt probieren, Victor Victoria gucken, Tapas-Abend etc. Auch wenn ich die akribische Planung belächle, hat man dadurch doch Grund zur Vorfreunde.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0