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Februartagebuch #15

Ich habe Nackenschmerzen. Der Tag hielt viele kleine Überraschungen parat, angefangen mit den minus sieben Grad heute Morgen. Bei der Arbeit erreichte ich bei meiner Recherche in den meisten Fällen nur den Anrufbeantworter und unglücklicherweise entdeckte ich, dass ich aus einer sehr wichtigen Exceltabelle irgendwann eine ganze Spalte rausgelöscht haben muss. Ein Panikmoment von zehn Minuten, bevor mich meine Vorgesetzte dann beruhigte, unser IT-Mensch könne das wiederherstellen. Mein Gehirn tat weh vor Stress.

 

Der hektische Mann neben mir am Kaffeestand machte aus mir dann wieder einen Sonnenschein. In seiner Unruhe, der Barista würde die Leute nicht in der richtigen Reihenfolge drannehmen und könne ihn und auch mich vergessen, bekundete ich mein volles Vertrauen in den Barista und behielt damit Recht.

 

 

Am Nachmittag dann mein allerersten Museumsbesuch in Wien. Bald werden es fünf Monate sein, die ich in Wien verbracht habe. Eine Zeit in fast ständigem Lockdown. Es ist noch immer absurd, die Fassaden einer Stadt mit jedem Tag besser zu kennen, doch ihrem Inhalt völlig unvertraut zu bleiben. Umso schöner war der erste Besuch seit meinem Umzug. Mein Mitbewohner und ich standen zunächst in zwei unterschiedlichen Museen und mein Onlineticket ließ sich nicht öffnen, doch schlussendlich fanden wir uns beide endlich in der Ausstellung. Schön, ein bisschen Wiener Kultur mitzunehmen, bevor bald sicher alles wieder schließt. 

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