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Februartagebuch #13

Heute lief die Heizung im Büro wieder auf Hochtouren. Mir ist sie ja immer ein wenig zu warm, ich muss am Morgen immer an den Zwiebellook denken. Die Arbeit war ganz gut, ich habe Aufgaben bearbeiten können, die mir wirklich Spaß machen. Die Zeit verflog, bis ich am Nachmittag wieder nach Hause spazierte.

 

Es reichte für einen Snack und einen Kaffee, bevor meine erste richtige Cellostunde losging. Die ersten Stunden muss man wohl vor allem durchhalten, weil es erst mal nur um Haltung geht. Doch die ersten richtigen Töne zu zupfen ist schon ein wahnsinniges Erfolgserlebnis. Ich erzählte bereits ein paar Beiträge zuvor, dass ich nun gute 1 ½ Jahre davon geträumt habe, vielleicht das Cello zu lernen. Ich wusste, wenn ich es nicht zumindest probiere, würde ich immer daran denken und es bereuen. Jetzt habe ich also das Cello für einen fair amount of money gemietet und werde mir nur zwei Unterrichtsstunden im Monat leisten können. Let me tell you: das Cello ist ein wahnsinnig elitäres und privilegiertes Instrument. So wie das auch der Fall mit vielen anderen Instrumenten ist. Es macht mich sauer, denn wäre das Cello lernen günstiger, würde ich keinen Gedanken daran verschwenden, OB ich es lerne. Doch seit ich das Cello abgeholt habe, denke ich täglich daran, ob ich mir das wirklich leisten kann und meine Antwort ist bis heute jeden Tag Nein gewesen. Ist das nicht traurig?

 

 

Die Mindestmietdauer ist vier Monate. Vier Monate gebe ich diesem neuen Hobby die Chance, so gut zu sein, dass ich die Investition nicht mehr anzweifle. Und falls es am Ende nicht sein soll, kann ich immerhin vier Monate Cello lernen von meiner nicht existenten bucket list streichen.  

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