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Februartagebuch #3

Frisch zurück vom Corona-Schnelltest. Es war eine andere Halle als beim letzten Mal, viel kleiner, ganz anders organisiert. Wir standen viel länger in der Schlange, sind selbstständig mit unserem Test von A nach B gelaufen. Dass es so voll war, finde ich gut. Die Leute nutzen die kostenlosen Tests. In der Schlange, kurz vor dem Eingang, wehte uns plötzlich Grasgeruch in die Nase. Wir guckten uns zeitgleich irritiert an. Wir lachten. Wenn du dich jetzt noch fragst, wie mein Ergebnis war, dann beruhige ich dich gerne: negativ. Auf dem Heimweg zeigt meine Mitbewohnerin aus dem Bus in ein Schaufenster. Es zeigt Klobürstenhalter in Form von Tieren. Wir lachten wieder. Ich sagte, dass die gerade überall sind.

 

Ich hatte einen sehr klassischen Lockdown-Tag. Es war mal wieder sehr warm und sonnig, was mich zur morgendlichen Joggingrunde animierte. Ansonsten war der Tag gefüllt mit Lesen, Spazieren, Kaffee, Collagen und nun auch ein wenig Cellospiel. Ich habe noch absolut keine Ahnung, was ich da mache, aber ich habe bestimmt eine Stunde lang genossen, den Bogen über die Saiten gleiten zu lassen und tatsächlich Töne zu erzeugen. Youtube hat mir bisher noch nicht viele gute Videos geboten, außer eins, dass mir die Noten erklärt. Als ehemalige Klavierspielerin verwirrt mich das mit den Saiten enorm. Beim Klavier drückt man eine Taste und das ist dann die Note. Beim Cello kann man ein bis vier Finger auf eine Saite legen und es erzeugt immer eine andere Note, ganz anderes Konzept.

 

Ich stelle fest, dass es sich für das Internet doch immer anders schreibt als privat. Man filtert trotzdem, ob man es mag oder nicht. Über manche Dinge schreibe ich nicht gerne öffentlich, obwohl man könnte. Obwohl es Publikum fände. Zum Beispiel heute Morgen schrieb ich über die Liebe. Oder Nicht-Liebe. Es ist ein Klischee, aber es erinnert mich auch an das Bild vor zwei Tagen, das sagt:

Jede Sekunde bist du anders und immer geht es um Liebe.

Es ist wahr. Es geht immer um Liebe. Ich bin da keine Ausnahme, definitiv die Regel. Alles, was ich mache dreht sich um Liebe. Ich glaube, das ist ein Thema, was ich noch ausarbeiten kann. Was noch viel Platz hier findet. To be continued.

 

Jetzt wende ich mich erst mal wieder meinem Podcast zu und trinke meinen Tee. Bis zum nächsten Mal.

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