· 

Change the system, not yourself

 Mich nervt, dass eigentlich jedes Café in Berlin an einer großen Straße liegt. Man kann sich nicht mal von der lauten Stadt erholen, ohne rauszufahren. Eigentlich braucht es noch eine kleine Oase inmitten der Stadt, die ich noch nicht gefunden habe. Jemand sagte zu mir, und ich glaube, das ist wahr, Berlin macht bestimmt krank. Ich gucke gerade die Netflixserie Down to Earth mit Zac Efron. Ja, ich habe es vorher erst etwas belächelt, aber dir Tatsache, dass er nicht mehr so ultra Hollywood aussieht, hat mich schon neugierig gemacht. Und was soll ich sagen, es ist doch sehr bereichernd. Die Produktion finde ich nicht unbedingt gut gelungen, aber Zac und Darin Olien sind für Hollywood tatsächlich sehr down to earth und die Inhalte der Doku regen wirklich zum Nachdenken an. Sie lassen mich mal wieder von einem Aussteigerleben träumen. Gleichzeitig denke ich, wie bereichernd es wäre, die unendlichen nachhaltigen Möglichkeiten in der heutigen Gesellschaft etablieren zu können. Damit wäre der Welt wesentlich mehr geholfen als sich einfach in den Wald zu verdrücken. Tatsächlich ist mein Drang, die Welt besser zu hinterlassen als ich sie vorgefunden habe, doch zu groß, um mich einfach zu verziehen.


In der Doku geht es viel um nachhaltige Alternativen wie in der Energieversorgung, um alternativen Umgang mit Nahrung, dass richtig gutes Wasser ein Menschenrecht und kostenlos sein sollte und wie man jetzt eigentlich ein qualitativ gutes langes Leben führt. So viele tolle Dinge, die sich mit der richtigen Priorität ohne Frage umsetzen ließen. Viele fühlen sich so gefangen im System oder denken nicht mal darüber nach. Das System ist nicht gottgegeben. Es ist durch Menschenhand entstanden und kann auch durch Menschenhand verändert werden. Doch viele sind sich ihrer Selbstwirksamkeit nicht bewusst und passen sich lieber dem System an. Dabei sollte es andersrum sein. Wir sollten das System an unsere Bedürfnisse und die der Umwelt anpassen können. So wie es jetzt ist, treiben wir uns selbst ins Verderben und das ist keine Nuance übertrieben.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0