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Tiny House - das kleine Haus auf Rädern

 

Ich habe mich jetzt schon einige Zeit mit dem Thema Tiny House auseinandergesetzt und finde es nach wie vor ein sehr spannendes Konzept. Der Trend aus Amerika lädt immer mehr Menschen dazu ein über nachhaltiges Konsumieren nachzudenken. Über Minimalismus, Sharing, Selbstversorgung und was sich sonst noch für Themen durch das Leben im Tiny House ergeben.

 

Auch ich fantasiere immer wieder davon, ein eigenes kleines Haus auf Rädern zu bauen, habe mich über Kosten informiert und mir sämtliche Ideen bei anderen Tiny House Besitzern abgeguckt. Doch will ich mir wirklich den Aufwand machen, mein eigenes Tiny House zu bauen?

 

Ich finde es schön, wie schon die Auseinandersetzung mit dem Thema etwas in dir auslöst. Bereits durch das Lesen von Artikeln und gucken von Dokumentationen setzt du dich weiter mit der Nachhaltigkeit auseinander, aber auch mit Wohnkonzepten und Lebensstilen. Tiny living und Minimalismus bedingen sich beinahe gegenseitig und damit auch das Thema Sharing. Wenn ich auf kleinem Raum lebe habe ich nicht viel Platz für Schnickschnack. Du fängst an, darüber nachzudenken, was du wirklich brauchst, du freust dich über Multifunktionalität von Dingen. Wie viel Kleidung brauche ich wirklich? Wie viel Geschirr, Handtücher, Taschen, Nagellacke… Und wieso habe ich überhaupt so viel Zeug in meiner Wohnung rumliegen? Weil du nicht mehr alles horten willst, was du vielleicht nur zweimal im Jahr brauchst, beginnst du, dich mit Sharing-Konzepten auseinanderzusetzen. Manchmal hättest du gerne einen Mixer in der Küche, würdest ihn aber nur alle paar Wochen benutzen? Wieso gibt es dafür keinen Ort, an dem man sich solche Haushaltsgeräte ab und zu ausleihen kann? Es gibt so viele alternative Möglichkeiten zu konsumieren.

 

Vielleicht bleibt das Tiny House für mich nur eine Fantasie. Momentan wäre es ohnehin zu teuer für meinen Geldbeutel und fraglich, wo ich es hinstellen dürfte. Ebenso habe ich gehört, dass einige ehemals Tiny House Bewohner es nach einigen Jahren dann doch schön finden, wieder in einer Wohnung zu wohnen und mit Familie ist ein Tiny House ohnehin viel zu klein. Für nur wenige Jahre Wohnen möchte ich ungerne in ein Tiny House investieren, doch muss ich das auch nicht. Denn schon jetzt hatte diese Bewegung einen großen Einfluss auf mich. Sie hat mir mehr über den Wert meiner Zeit sowie meines Besitzes gelehrt und mir Wohnen von einer ganz neuen Seite gezeigt.

 

Ich habe das Glück, mich innerhalb eines Uni-Projekts weiter mit den Themen Tiny House und nachhaltigen Konsum beschäftigen zu dürfen und somit weitere Einblicke in die Praxis zu bekommen. In einem eigenen Tiny House wohnen werde ich in Zukunft jedoch vermutlich nicht.

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