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Plastikfrei Einkaufen

 

Ich habe mich gestern spontan entschieden, mich nochmal mit plietsch. natürlich unverpackt auseinanderzusetzen. Plietsch. natürlich unverpackt ist ein Projekt, dass sich dem plastikfreien Einkauf widmet und sie haben es Ende 2017 durch eine Kooperation mit Edeka Bergmann in Lüneburg geschafft, ihre ersten Produkte in die Ladenzeilen zu bringen. Das Ganze hatte ich mir vor einigen Wochen schonmal angeguckt und gestern beschlossen, dem ganzen Mal einen kleinen Versuch zu geben.

 

Ich wohne nicht gerade in der Nähe des Supermarkts, weshalb es für mich leider wenig Möglichkeiten gibt, den Einkauf sinnvoll in den Alltag zu integrieren. Da sie aber hauptsächlich Lebensmittel verkaufen, die man sich ohnehin in Mengen anschafft (wie Nudeln, Mehl, Nüsse etc.) lohnt es sich schon, hin und wieder für größere Mengen dorthin zu fahren. Das Prinzip ist recht einfach:

 

Die Produkte sind von A bis G gekennzeichnet, während man die Produkte desselben Buchstaben auch miteinander mischen kann, denn diese Buchstaben entscheiden über den Preis der einzelnen Lebensmittel. Zum Starten wiegt man zunächst seinen mitgebrachten Behälter ab, in dem man auf der Waage den Buchstaben des Produktes eingibt. Die Waage berechnet dann das Nettogewicht und damit auch den Preis, der an der Kasse abgezogen werden muss. Die Waage druckt dann einen Aufkleber, auf dem alle wichtigen Daten für die Kasse stehen. Der Rest ist ganz einfach: jetzt kann munter drauf los gefüllt werden. Wichtig ist nur, dass jeder Behälter nur mit Produkten eines einzigen Buchstaben gefüllt werden darf. 

Das Vorgehen finde ich doch sehr simpel. Da ich nicht wirklich Bedarf an etwas hatte, habe ich mir lediglich eine kleine Dose Mandeln gekauft, aber das hat wunderbar geklappt. Leider lässt sich, vor allem bei einer großen Supermarktkette wie Edeka, der Aufkleber nicht vermeiden, womit wir zwar keinen Plastikmüll, aber dennoch Abfall produzieren. Das soll aber nur ein kleiner Minuspunkt sein und ich weiß auch nicht, wie andere plastikfreien Supermärkte das handhaben. Ich freue mich, dass so ein Projekt auch in kleineren Städten wie Lüneburg Fuß fassen kann und ich nicht mehr über andere Städte schwärmen muss.

 

Das Prinzip ist ein so Einfaches und auch kein neuer Gedanke. Schon in den sogenannten Tante-Emma-Läden wurde genau so eingekauft. Du kaufst, was du brauchst. Du entscheidest, wie viel du wirklich brauchst. Ich finde es ist eine kleine weitere Möglichkeit, nachhaltiger und damit umweltfreundlicher zu leben.

 

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