· 

Sei einfach du selbst!

 

Ich sehe immer wieder diese vielen starken Frauen überall und frage mich, was sie in meinen Augen so stark macht? Und ich komme immer zu dieser einen Schlussfolgerung: sie sind echt, sie sind ehrlich mit sich selbst und versuchen sich nicht zu verstecken. Weder vor der Welt, noch vor sich selbst. Und immer, wenn ich diese Frauen sehe, denke ich: Yes, you go girl! Ich sehe auf zu diesen Frauen. Doch fehlt mir selbst noch oft der Mut, es ihnen einfach gleich zu tun. Dabei klingt es eigentlich so einfach. 

Ich habe gute Phasen, da gelingt es mir besser als an anderen Tagen. Ich denke, das ist völlig normal. So geht es uns allen. Und an diesen guten Tagen fühlt sich alles besser an. Dann macht einfach alles mehr Sinn. Ich kann sonderbar sein, doch bin ich wohl lieber sonderbar als mich vor mir selbst zu verstecken. Aber ich habe Angst ich selbst zu sein. Ist es nicht immer beängstigend, ehrlich mit sich zu sein? Und das auch noch mit der Welt zu teilen? Zu sagen, was man wirklich fühlt. Zu sagen, was man wirklich zu sagen hat. Wie viele Menschen tun das schon? Aber wo ist der Sinn, wenn man es nicht tut? Für wen spreche ich, wenn nicht für mich selbst? Ich sehe auf zu all diesen Menschen, die sich trauen, für sich selbst einzustehen, sie selbst zu sein. Sollte ich es ihnen nicht deshalb nachtun? Wenn ich das für das einzig Richtige halte, ist das doch der einzig sinnvolle Weg. Man ist für immer in seiner eigenen Welt gefangen, in der die Selbstwahrnehmung doch immer verzerrt zu sein scheint. Selbstwahrnehmung und Fremdwahrnehmung sind nicht selten grundverschieden, Welten voneinander entfernt. Doch die Selbstwahrnehmung ist alles was wir haben und doch auch das Einzige worauf Verlass ist, auch das Einzige was zählt und von Bedeutung ist. Also vor was verstecke ich mich? Was nützt es, sich klein zu machen, sich zu verstecken?

 

Die letzten Jahre meiner Schulzeit habe ich nicht selten weniger positive Resonanz zu meiner Person bekommen. Das ist bald vier Jahre her und ich erhole mich immer noch davon. Wer wenig oder keine positive Resonanz bekommt, verschließt sich oft. Und so war es auch bei mir. Aber auch in dieser Zeit gab es Menschen, die mir immer wieder den Rücken gestärkt haben. Menschen, die mich aufgebaut haben, aber auch Menschen, die mich ganz neu herausgefordert und damit mein Selbstbewusstsein gestärkt haben, mir gezeigt haben, dass ich mehr schaffen kann als ich damals noch glaubte. Dadurch habe ich erst den Ehrgeiz und die Zuversicht entwickelt, dass ich die Dinge selber in der Hand habe und dadurch wurden viele Situationen erträglicher und schienen überwindbar. Ich bin auf dem richtigen Weg. Rückschläge gehören zum Leben, doch die guten Phasen überwiegen mittlerweile und ich bin bereit weiter dafür zu kämpfen, dass es mir gut geht. Ich habe Menschen um mich herum, denen ich vertraue. Die mir in jeder Gefühlslage diese positive Resonanz schenken, die es braucht, um nicht wieder an sich zu zweifeln und vielleicht doch wieder aufzugeben.

 

Ich glaube und vertraue in das, was ich mache und will das auch mit meinem Umfeld teilen. Ich will aufhören, Angst zu haben. Angst davor, was die Leute sagen, dass ich vielleicht mal mit meinen Plänen scheitern werde. Angst davor, dass Menschen anders denken könnten als ich, dass nicht jedem gefällt, was ich mache. Die Menschen denken ohnehin von dir, was sie wollen. Ob du nun stillschweigst oder deine Meinung sagst. Den einen wirst du immer zu leise sein und den anderen zu laut. Deswegen will ich mir nicht mehr meine Stimme nehmen lassen. Ich will meine Stimme nicht gegen andere richten. Ich will meine Stimme für mich und andere heben. Für meine Ideen und die anderer, für mehr Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein. Für mehr Mut und ein gutes Leben, was auch immer das für jeden Einzelnen bedeutet. Denn wer gibt unserem Leben einen Wert, wenn nicht wir selber?

Kommentar schreiben

Kommentare: 0