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Vegan für Anfänger: Was mache ich mit meinen Lederschuhen oder Wolldecken?

Wenn man sich entscheidet, vegan zu leben, überfällt einen meist erst mal die Euphorie. Man hat das Gefühl, jetzt endlich was Sinnvolles zu tun und steckt voller Tatendrang. Doch dann wird man plötzlich ein bisschen ausgebremst. Mist, meine Schuhe sind aus Leder, in meiner Bettwäsche stecken tausend Federn, meine Kuscheldecke ist aus Wolle und was mache ich mit dem halben Liter Milch, der noch im Kühlschrank steht?

 

Manche haben die Eigenschaft, sehr radikal zu sein. Wenn sie etwas beschließen, dann muss das 100 % durchgezogen werden – so ging es auch mir. Ich bin zudem auch schon immer sehr gut darin gewesen, Dinge einfach wegzuschmeißen. Emotional gebunden bin ich nur an wenige Sachen. Doch wenn man sich für den veganen Weg entscheidet, entscheidet man sich auch oft für den nachhaltigen Weg. Seine Schuhe und Wolldecke wegzuschmeißen passt nicht sehr gut in dieses Konzept. Sollte dich der Gedanke, diese Dinge zu behalten, in der Anfangsphase der Umstellung ekeln, dann pack sie in eine große Kiste und hol sie in ein paar Monaten wieder hervor. Sollten dir die Sachen dann nicht mehr gefallen oder dich immer noch anekeln, dann kannst du sie ja verschenken oder verkaufen.

Wichtig ist, den Wert der Gegenstände anzuerkennen. Besonders, dass Tiere für diese Produkte gelitten haben, sollte ein Grund der Wertschätzung sein. Sie sollten mit Respekt und Achtung genutzt werden, bis sie gegebenenfalls ihr Lebensende erreichen.

 

Es wird immer diese Menschen geben, die Bemerkungen darüber machen, dass du doch immer noch Lederschuhe oder Wollpullover trägst und, dass dich das ja zu einem schlechten Veganer macht. Aber lass dir nicht in deine Entscheidungen reinreden. Die Entscheidung, zukünftig keine tierischen Produkte mehr zu kaufen und dennoch dein Hab und Gut weiter wertschätzend zu nutzen ist die nachhaltigste Vorgehensweise in diesem Fall und der erste Schritt in die richtige Richtung!

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