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Urban Gardening - achtsam essen.

Wer mich auf Instagram begleitet, weiß, dass ich dieses Jahr ganz verrückt nach Urban Gardening bin. Ich sage bewusst Urban Gardening und nicht Gärtnern, da der Unterschied zwischen der Bewirtschaftung eines Balkons und eines Garten doch sehr groß ist. Ich möchte behaupten, hätte ich einen Garten, würde ich auch dort all mein Herzblut reinstecken und mit der Zeit den schönsten und leckersten Garten der Welt pflegen. Jedoch habe ich dieses Jahr erst mal „klein“ angefangen und mich in das Wunder der Natur reingefuchst. Zu sehen, wie mit ein bisschen Wasser und unendlich viel Fürsorge aus dem Nichts ein Brokkoli wächst, ist einer der rührendsten Momente. Deine eigenen Erdbeeren und Heidelbeeren zum Frühstück essen zu können und den Unterschied zu den Supermarkt-Beeren zu schmecken ist wahrlich ein Erlebnis für sich. Ich kann gewiss neben dem Dschungel kaum noch auf meinem Balkon sitzen, aber das ist es mir wert.

Zu sehen, wie viel Geduld und Arbeit die eigene Nahrung eigentlich kostet, sollte jeder mal erfahren haben. Zu viele haben die Beziehung zu ihrem Essen verloren – machen sich keine Gedanken darüber, wo ihre Lebensmittel tatsächlich herkommen. Sicher ist das auch nicht immer leicht, denn ein Großteil der Lebensmittelindustrie ist ein einziges Wirrwarr und undurchschaubar. Aber besonders deshalb lege ich ans Herz, sich intensiver mit seinem Einkauf auseinanderzusetzen. Seid nett zu eurem Körper, seid nett zu eurer Umwelt und zu ehrlichen Lebensmittelproduzenten und schaut genau auf die Verpackung. Schaut genau hin, was ihr mit dem Kauf unterstützt. Das ist viel Arbeit und ein langwieriger Prozess. Auch ich bin wahrlich noch keine Meisterin darin, denn immer wieder verlockt das Angebot im Supermarkt auch meine hungrigen Augen. Doch jeden Tag lerne ich, ein bisschen achtsamer einzukaufen, indem ich innerlich einen Schritt zurück trete und an meine Werte denke, an das, was ich bewegen will.

 

Es hat nicht jeder Zeit, neben Arbeit und Familie einen eigenen Gemüse- und Obstgarten zu bewirtschaften. Darum ist es umso wichtiger, genau hinzuschauen, was in den Einkaufswagen kommt. Und wer weiß… Vielleicht traut sich da draußen doch jemand, zumindest seine eigene kleine Tomatenpflanze auf dem Balkon großzuziehen.

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